Alles Online oder was?!

von KVO Admin

Text/Fotos: Ilse Lauber

Bei der Veranstaltung in der „Aussicht“ ließen sich Gäste aus Handel, Handwerk und dem Dienstleistungsbereich auf Einladung der Neuburger Rundschau im Rahmen der „Kauf vor Ort“-Initiative über Cross-Channel-Chancen und Möglichkeiten des Internets informieren.

Ganz so drastisch wie von Oliver Samwer behauptet ist die Situation des Einzelhandels sicher nicht. Doch sieht Jens Rothenstein, Experte in den Bereichen Online-Marketing, Konsumentenverhalten und Marktforschung, das Ende des traditionellen stationären Einzelhandels gekommen. Einer aktuellen Studie des ECC Köln zufolge werden die so genannten Multi-Channel-Händler, die also über verschiedene „Kanäle“ verkaufen, als innovativer und kundenfreundlicher eingestuft als die stationären Händler – aber auch als die reinen Online-Händler. Gefragt sei künftig eine optimale Verzahnung der Marketingkanäle, wobei die kanalübergreifenden Angebote Mehrwerte bieten müssten, so Rothenstein.

Wie so etwas ausschauen kann, demonstrierte der Wirtschaftswissenschaftler anhand anschaulicher Beispiele, die von den anwesenden Geschäftsleuten und Inhabern von Handwerksbetrieben zwar nicht unbedingt 1:1 umgesetzt werden können, aber wertvolle Anregungen darstellen. Gerne genutzt wird bereits das „Click & Collect“-Prinzip, besonders im Fashion-Bereich: Online bestellen und dann im stationären Handel anprobieren. Eine Verknüpfung von Online und Einzelhandel vor Ort geht auch so: Der Kunde vereinbart im Internet einen Termin, zu dem der Verkäufer gut vorbereitet individuell auf seine Wünsche eingehen kann oder der Kunde lässt sich via WhatsApp beraten. Weitere innovative Möglichkeiten bieten unter anderem Google My Business und gemeinsame Internet- Auftritte auf lokalen Marktplätzen.

Online präsent zu sein sei heute ohnehin unumgänglich, auch für kleinere Firmen, so der Referent. Dabei sei eines unbedingt zu beachten: die Handy-Optimierung der Website, denn: „Mobile Endgeräte werden das Informations- und Einkaufsverhalten der nachfolgenden Konsumentengeneration bestimmen.“

Apropos Smartphones: Lokal, digital, crossmedial – das ist auch die neue „Kauf vor Ort“-App mit Angeboten und Aktionen und Gewinnspielen der Händler in Neuburg und Umgebung. Die bietet aber noch viel mehr, wie Max Samer, Leiter Crossmedia der Augsburger Allgemeinen, erläuterte: Wenn sich eine Firma mit einem Eintrag an der App beteiligt, kann automatisch eine mobiloptimierte Website generiert werden. Die Inhalte können entweder vom Unternehmen selbst eingepflegt werden oder vom App-Team in Augsburg. Und welcher Content integriert werden soll, kann jeder individuell entscheiden.

Infos über die App und über die gesamte „Kauf vor Ort“-Initiative gibt es unter www.kauf-vor-ort.com und natürlich auch ganz persönlich und vor Ort von den Mediaberaterinnen und Mediaberatern der Neuburger Rundschau.

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